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Viel Spaß beim Herumstöbern!

Liebe Grüße

Euer Markus

 

 

NEWS

21.05.2016

Vom Schneeregen in die Sonne, auf die Kartbahn, in den Gerichtssaal, auf die Couch - vier Wochen im Zeitraffer

Egal was: Immer vollen Einsatz, Vollgas! ;-) (Copyright: Isaak Papadopoulus)

 

Puh! Die letzten vier Wochen waren intensiv. Und während ich die Zeilen so schreibe, nach neun Stunden Schlaf (endlich!), die Balkontür ist offen, die Sonne scheint und der zweite Kaffee schmeckt, muss ich sagen... Auch wenn es natürlich nicht immer ganz easy ist, zeitlich alles unter einen Gut zu bekommen, das Leben ist schön und ich wöllte um kein Geld der Welt irgendein Element eintauschen! Nicht den Job als Referendar und hoffentlich bald Volljurist, nicht die 5 Uhr Morgenläufe und auch nicht das Brennen in Beinen und Lungen nach einem guten Bahnprogramm. Gestern war es nämlich soweit: 6400 m Tempodauerlauf auf der Bahn, ein bisschen Pause und noch 4 x 400 Meter. Für mich fast schon Sprint ;-)

Im Nachhinein bin ich auch gottfroh, dass ich den Heilbronn Marathon gelaufen bin. Auch wenn das Teufelchen auf meiner Schulter nicht unbedingt riesig begeistert war von diesem Start und Worte wie "Laufpause", "Regeneration", etc. verlockend wirkten und meine linke Wade bis kurz vor dem Rennen noch eher fest war... es war ein befreiendes Gefühl, endlich mal nicht nur im Training, sondern "offiziell" mal wieder einen Marathon zu finishen und ganz ehrlich: Klar, Heilbronn ist kein World Marathon Major Rennen... aber ein Sieg ist immer schön!

Die Tage zwischen Zürich und heilbronn vergingen erst sehr, sehr zäh... aber dann... ging alles ganz schnell. 5:15 Uhr aufstehen, Frühstück, 6:30 losfahren, um 8 Uhr noch ein paar Minuten locker joggen und 8:45 ab auf die Straßen in und um Heilbronn!

Vorgenommen hatte ich mir eine auf einer flachen Strecke etwa einem 3:30-Schnitt entsprechende Leistung, so dass ich ein gutes Resultat erzielen könnte, aber (hoffentlich) von den Beinen her nicht komplett zerstört wäre, wie nach einem all-out-Rennen. Vom Start weg aber drückten ein/zwei Konkurrenten ordentlich auf's Gaspedal für die noch ungewohnt warmen Verhältnisse (im Ziel waren es bereits fast 25 Grad im Schatten, wovon es praktisch keinen gab unterwegs) und die 5-Km-Marke überliefen wir in 17:01 Minuten. Ich überschlug grob die Zeit und dachte, "hey, voll gut... vielleicht wird das ja heute sogar ne 2:23 oder so"... Dann jedoch kam das erste Mal ein giftiger Anstieg. Wir liefen bis Km 10 auf den Haigern... dieser Abschnitt war mit 18:30 auf 5 Km dann doch eher ernüchternd, auch wenn ich mich gut fühlte und begann, ab und an mal von vorne zu laufen, um den anderen schonmal etwas wehzutun (ja... ich bin echt nicht nett im Wettkampf, ich weiß).

Ich versuchte, relativ viel zu trinken und mich immer nass zu machen an den Wasserstellen, denn spätestens auf dem Haigern, dem höchsten Weinberg im Heilbronner Umland, wurde klar, dass die Temperatur ihren Tribut einfordern würde.

Bis zum Halbmarathon, wo wir nur noch zu Viert unterwegs waren (ca. 1:14:45 Std. Addisu Tulu Wodaju, Kay-Uwe Müller, Marco Lack und ich) entwickelte sich durch die Steigungen und einzelne Attacken so ein recht unrhythmisches, aber interessantes Rennen.

An einer recht aggressiven Steigung bei Kilometer 23 dachte ich zunächst, dass Kay-Uwe Probleme bekäme, aber ich lag falsch. Er kam zurück und zog mit Wodaju erst einmal bis auf etwa 100 Meter bei Km 25/26 davon. Ich muss dazu sagen, ich hätte mitgehen können und fühlte mich noch recht gut, aber ich wusste, dass noch einige brutale Berge auf uns warteten und die Sonne weiter brannte und ich einfach "nur" einen schönen Rhythmus halten wollte, ohne zu sehr zu leiden. Als mittlerweile erfahrener Marathonläufer (Heilbronn war mein achter), wusste ich zudem, dass gerade bei Hitze aus einem "gut-fühlen" bei Km 25 auch schnell mal ein "fix und fertig" bei Km 35 werden kann. 

Als es dann ein letztes Mal in die Weinberge ging, entschloss ich mich jedoch, die Lücke zu schliessen und mein Momentum aufrecht zu erhalten, als ich vorbeiging. Nur Wodaju konnte bei Km 32 folgen und fortan waren wir zu Zweit. Er hing dann auch konstant in meinem Windschatten und selbst Zickzacklaufen und ihn dazu auffordern, auchmal zu führen, brachte nichts. So nahmen wir dann die letzten sieben Kilometer in Angriff, bergauf und mit Gegenwind...

Bei Kilometer 37 merkte ich dann das erste Mal eine leichte Schwäche und dass Wodaju nicht mehr so spontan mitging, wenn ich den Rhythmus wechselte. Ich liess es bergab laufen Richtung Klingenberg hinein (der Quadrizeps freute sich jetzt so langsam) und bei Kilometer 39 fasste ich mir dann ein Herz. Trainingslauf hin oder her - jetzt war das Pokern vorbei und ein Sieg ist besser als Platz zwei. Ich trat an und konnte noch 59 Sekunden Vorsprung herauslaufen bis ins Ziel und in 2:29:28 Stunden ungefährdet gewinnen und so den Zieleinlauf noch etwas geniessen. Im Ziel war dann erstmal ein großes "Hallo", da auch mein Trainer, einige Leute vom Sparda-Team und last not least auch mein Bruder, der in der Nähe von Heilbronn wohnt mit einem Kumpel mit dabeiwaren... Ein perfekter Marathontag. Ok... bis auf die Nagelbettentzündung und die größte Blutblase meines Lebens, die ich mir geholt habe... Als ich aber zum Saniteam ging, und dachte, es wäre schlimm, machten die mir schnell klar, das wäre alles noch recht harmlos... Naja. Ein bisschen weich bin ich dann manchmal vielleicht doch... mimimi ;-)

Die Woche drauf erholte ich mich gut und auch das ASICS-Frontrunner-Wochenende in Neuss war definitiv eine Reise wert! Es gab einige spannende Vorträge, viele nette Leute lernte ich kennen oder traf sie wieder und die Abend waren immer recht spaßig...

Jetzt gilt es, wieder etwas Form aufzubauen, nach dem leichten Schlendrian die letzten knapp zwei Wochen... ich freu mich drauf...

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

 

 

09.05.2016

Sieg beim Trollinger Marathon in Heilbronn!

Nach zweieinhalb Jahren, in denen ich mein Training bis einschließlich Halbmarathon umsetzen konnte, aber immer zu Unzeiten gesundheitliche Probleme hatte, war der Sieg in Heilbronn wie eine Erlösung. Das Bild sagt mehr als alle Worte. (Bild: Rolfy Bayha)

 

Nachdem ich im Trainingsblock zwischen Kandel und dem Zürich Marathon am 24.04. den besten marathonspezifischen Trainingsblock meines Lebens realisieren konnte, setzte ich mir ein hohes Ziel: Unter 2:14:00 Stunden bleiben. Volles Risiko. Keine Entschuldigungen. Die Olympischen Spiele in Rio. Oder einbrechen, bluten, aber wissen, dass ich alles gegeben und es wenigstens versucht habe. Jung ist man nur einmal. In Zürich ging ich auf dieses Tempo an, jedoch bekam ich durch unangekündigten Eis- und Schneeregen enorme Probleme mit der linken Wade und eine Unterkühlung. Die erste meines Lebens. Ich musste bei Kilometer 24 das Rennen aufgeben. Nichts ging mehr. Die ersten 15 Minuten nach dem Rennen waren schrecklich und nur weil ich mich zusammenriss, nicht wie ein alter zittriger Mann auf seinem Sterbebett zu klingen, konnte ich einen Check-Up im Krankenhaus vermeiden (und noch mehr Drama war das Letzte, was ich in diesem Moment wollte). Kurzentschlossen meldete ich mich für den Trollinger Heilbronn nach, nachdem meine Wade ab Mitte der Woche keine Probleme mehr bereitete. Was als harter Trainingslauf geplant war, um endlich mal wieder einen offiziellen Marathon mit gutem Gefühl zu finishen, wurde für mich überraschend der erste Marathonsieg meiner Laufbahn. Die letzten 3 Kilometer fasste ich mir ein Herz und sagte mir "jetzt kannst Du auch mal Gas geben" und konnte mich so noch deutlich von Addisu Tulu Wodaju (59:38 Bestleistung auf 20 Km und 1:04:12 im Halbmarathon) aus Äthiopien lösen. So siegte ich mit etwa einer Minute Vorsprung in 2:29:28 Stunden. Mit den hohen Temperaturen und etwa 350 Höhenmetern war das jetzt natürlich ein ziemlich heftiger "Trainingslauf." Dennoch bin ich unendlich froh, dass ich trotz der Probleme in den letzten beiden Wochen gestartet bin. Es ist zwar frustrierend, dass ich selbst jetzt noch so in Form war, dass ich ausser einer Blutblase und Schmerzen am linken Fuß kaum Probleme habe einen Tag nach dem Rennen und mir das sagt, dass eine Zeit wenigstens im Bereich von 2:15 Stunden gar nicht so unrealistisch gewesen wäre. Andererseits zeigt es mir auf, dass ich auf dem richtigen Weg bin nach meiner langen Verletzung im letzten Jahr. Ein etwas längerer Bericht folgt.

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

 

02.04.2016

Rennbericht Kandel / Update 1.2

Start! Bild: Rolf Bayha.

 

Wie angekündigt auch noch ein kurzer Bericht zum Halbmarathon in Kandel! Bereits im Dezember planten wir bei der Sparda-Team Weihnachtsfeier, ein größeres Rennen im Frühjahr gemeinsam zu bestreiten, um zum Einen ein schönes Team-Event zu haben und zum anderen auch eine einiermaßen solide Mannschaftszeit abzuliefern. Wir einigten uns auf den Halbmarathon in Kandel und am 13.03. war es dann auch endlich soweit.

Im Vorfeld des Rennens fühlte ich mich eher solala, was einerseits durch eine Erkältung bedingt war, die zwar ab Anfang der Woche abklang, aber mir gefühlt noch in den Knochen steckte bis Donnerstag. Und zum Anderen an den stetig steigenden Umfängen - vielleicht kennt ihr ja den Spruch: Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht, also hieß es im Februar und März gut zu trainieren und sich nicht nur auf ein Rennen im März zu versteifen.

Nach einem kurzen Fahrtspiel am Freitag und einem guten Gefühl aber begann ich mich richtig zu freuen auf den Halbmarathon. Da ich die Woche vorher einen Teil meines langen Laufs zusammen mit Simon Stützel gelaufen war, wusste ich, dass er in Kandel zusammen mit einigen anderen Athleten zusammen eine Zeit im Bereich der EM-Norm anpeilte. Auch am Morgen des Wettkampfes war das noch sein Plan. Da es ziemlich windig war und ich mir mit ausgeruhten Beinen eine Zeit um oder unter 65 Minuten zugetraut hätte, hoffte ich auf das kleine Wunder (was immer mal wieder geschieht - siehe BW Crosstitel 2014 nach zwei Wochen von 220 und 245 Kilometern), dass es auch leicht müde rollen würde und so hängte mich so vom Start weg einfach an die Gruppe aus Tempomacher Fredy Unewisse, Habtom Weldu, Simon sowie weiteren zwei afrikanischen Läufern von der LAC Quelle Fürth dran. Ich spekulierte darauf, dass es minimal schneller aber in der Gruppe einfacher wäre, als alleine komplett im Wind. Der Plan war auch goldrichtig, jedoch gingen wir wesentlich schneller als die geplanten 3:04 Minuten pro Kilometer los - Kilometer 1 überlief ich am Rattenschwanz der Gruppe in 2:56 Minuten. Aus der Grundermüdung heraus wurde mir diese Fahrt dann doch recht schnell zu heftig. So liess ich nach zwei Kilometern abreissen und bestritt von da an mein Rennen komplett im Alleingang. Mein Optimalziel war eine Zeit im Bereich von 67 Minuten. Relativ lange hielt ich mich auch im Bereich einer 66:50er Endzeit auf, jedoch verlor ich ab Kilometer 10 doch ab und an mal ein paar Sekunden, was sich letzten Endes auf 1:07:42 Stunden und Platz fünf aufsummierte, womit ich den Umständen entsprechend aber hochzufrieden war. Nach der langen Verletzungszeit bin ich auf einem erfreulichen Weg zurück ins Wettkampfgeschehen. Mit dem Team wurden wir Dritter, was ebenfalls eine tolle Sache war! Danke Jungs, es hat wirklich Spaß gemacht!

Zwei Punkte möchte ich dennoch ansprechen, die bei der ansonsten perfekt organisierten Veranstaltung in Kandel nicht gerade für Hochstimmung sorgten:

1.: Der Wendepunkt hinter Kilometer 12 war sicherlich "theoretisch" optimal gekennzeichnet. Wenn man jedoch in das letzte Drittel eines Halbmarathons geht, ist man leider nicht mehr sonderlich fähig oder motiviert, Schilder und darunter befindliche Zettel zu lesen und zu interpretieren. Einige Läufer wendeten fast zu früh - inklusive mir. Also wäre eine Absperrung durch Sperrband besser gewesen als der Halbkreis mit Pfeil und dem Zettel darunter, dass es noch 100 Meter WEITER sind bis zur Wende. Ich wäre auch fast umgedreht, habe bereits verlangsamt und nur durch Zurufe feststellen können, wo ich tatsächlich wenden muss.

2.: Als ich in das Stadion einlief und gut Dampf hatte, kam mir ein Motorradfahrer entgegengeschossen und es kam nur weil ich sofort auswich zu keiner Kollision. An unübersichtlichen Stellen (es handelte sich um eine sehr scharfe und enge Rechtskurve) ist das absolut lebensgefährlich, zumal man bei Kilometer 20,7 auch nicht mehr erwarten kann, dass ein Läufer sonderlich reaktionsschnell ist. So etwas sollte in dieser Form nicht mehr vorkommen.

Ansonsten, wie gesagt: Top Strecke, top Veranstaltung. Schön!

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

24.03.2016

Einen Monat später... Update 1.1!

Einer für alle und alle für Einen! Der Kandel-Marathon war bereits im Dezember als Team-Event geplant worden und ein voller Erfolg! (Bild: Rolf Bayha)

 

Über einen Monat habe ich nichts mehr von mir hören lassen, aber ich gelobe Besserung! Zunächst einmal hoffe ich, dass die meisten unter Euch erstmal ein paar Tage relaxen können und wünsche Euch schon heute schöne Feiertage und ein frohes Osterfest!

Ich hatte die letzten Wochen viel zu tun, von daher war es bisweilen etwas schwierig, einen guten Artikel zusammenzuschreibseln, aber es "läuft" auf allen Ebenen und auch ich freue mich auf Ostern.

In der Zwischenzeit stand bei mir am 13.03. der Halbmarathon in Kandel in der Pfalz an und viele zügige Kilometer im Wald und auf den Straßen Tübingens. Aber eins nach dem Anderen.

Bereits im Dezember hatten wir auf der Sparda-Team Weihnachtsfeier beschlossen, mit möglichst vielen Leuten an den Start zu gehen und daraus eine Art Team-Event zu machen. Alles in allem wurde der Lauf ein Riesenspaß und ein guter Formtest aus dem Training heraus, bei dem ich bei windigen Bedingungen (O-Ton eines Dauerstarters in Kandel: "Das war das schlechteste Wetter aller Zeiten in Kandel") in 1:07:42 Stunden und Platz fünf unter hochkarätiger Konkurrenz auch eine ordentliche Leistung erzielen konnte. Ein detaillierterer Rennbericht folgt noch in den nächsten Tagen. Mit der Mannschaft wurden wir übrigens Dritter! Hinter der LAC Quelle Fürth, die auch deutscher Crosslaufmeister wurde und der LG Region Karlsruhe kann sich das durchaus sehen lassen!

Also... schöne Feiertage... und schaut bald mal wieder rein... es lohnt sich dann wieder mehr!

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

P.S.: Hier noch weitere Bilder:

 

 

21.02.2016

Hattrick bei der Göppinger Winterlaufserie 2013/14, 2014/15, 2015/16

Da ist das Ding! (Bild: Rolf Bayha)

 

Zum Abschluss meiner Grundlagenphase stand gestern der dritte Lauf zur Göppinger Winterlaufserie 2015/2016 an. Wie so oft gratulierte mir der ein oder andere bereits vorher, was ich ja nicht sooo gut finde. Natürlich sollte ich normalerweise gewinnen in Göppingen, als Streckenrekordhalter mit 30:45 und Bestzeiten von knapp über 30 Minuten auf 10 Kilometer sowie 1:05:50 im Halbmarathonn und 2:18:06 im Marathon, aber auch ich muss erst einmal laufen, es ist ja nicht so, dass einem irgendetwas geschenkt würde, nur weil man im Vorfeld mal gut gelaufen ist und man weiß auch nie, wer auftaucht.

Mir trat beim Start irgendjemand in die Beine (kann passieren - das gehört dazu beim Wettkampf!), so dass ich mich erst einmal nach vorne "wursteln" musste in den ersten 2-3 Minuten. Interessant war die Feststellung, dass I. alle recht zügig losliefen (wir passierten den ersten Bergabkilometer in ca. 2:56/57 Minuten) und dass II. jemand Tempo machte, den ich wissentlich noch nie zuvor gesehen hatte (ich entschuldige mich gleich schon einmal für meine Unwissenheit)... Kay-Uwe Müller, der immerhin eine 1:10 im Halbmarathon und eine 2:28 im Marathon stehen hat. Da ich nicht wusste, ob er ein Serienläufer ist und im Hinterkopf hatte, dass meine Teamkollegen Hannes Großkopf und Michael Digel etwa eine Minute vor den nächstplatzierten Läufern lagen, hielt ich mich erst einmal zurück, da ich bereits früh bemerkte, dass eine Lücke zu Hannes und Michi aufging, die ich nicht unnötig vergrößern wollte für den mir "Unbekannten"... Auf der zweiten Runde legte ich dann aber einen schnellen sechsten Kilometer ein, lief dann meinen Rhythmus zu Ende und konnte am Ende mit 1:21 Minuten Vorsprung in einer Zeit von wohl 32:28 oder 32:10 (es gab etwas Probleme bei der Zeitmessung und ja: ich drücke meine Uhr im Ziel nie ab weil ich immer wieder schmunzeln muss, dass sich fast nie einer freut im Ziel, sondern nahezu ausnahmslos alle Läufer gebannt auf ihre Uhr starren;) gewinnen und mir den dritten Sieg in Folge bei der Göppinger Winterlaufserie sichern. Da Kay-Uwe Müller nur Einzelstarter war, liefen Michi und Hannes ungefährdet auf das Podest und wir sicherten uns auch noch die Mannschaftswertung mit dem Sparda-Team. Trotz des kalten Dauerregens also ein gelungener Team-Ausflug in den Göppinger Wald.

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

07.02.2016

Baden-Württembergische Crosslaufmeisterschaften in Sindelfingen

Die Spitzengruppe streckt sich bereits auf der ersten von neun Runden. Insgesamt war es ein ziemliches Temporennen. Foto: Rolf Bayha.

 

Nachdem ich dem zweiten Göppinger Winterlauf zwei gute Trainingswochen folgen lassen konnte, war es an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. In Sindelfingen fanden gestern die Baden-Württembergischen Crosslaufmeisterschaften statt und aufgrund des für Landesmeisterschaften recht gut besetzten Feldes freute ich mich auf einen echten Härtetest, der mich formmässig weiterbringen wird. Unter anderen stand mit Richard Ringer aus Friedrichshafen für die knapp neun Kilometer lange Crossstrecke sogar der 14. der Weltmeisterschaften von Peking über 5000 Meter und Sieger des Crosslaufs in Tilburg aus dem November am Start. Somit war meine Vorgabe für den Tag "keine Angst vor großen Namen", mutig zu laufen und mein Bestes zu geben, egal wie sich das Rennen auch entwickeln würde.

Vom Start weg gingen einige Läufer erstmal zügig los, doch nach wenigen hundert Metern der ersten Anfangsoffensive setzte ich mich an die Spitze und versuchte, meinen Rhythmus zu finden, was auf dem kurvigen Wienparcours mit zahlreichen Richtungswechseln für mich als Straßenäufer gar nicht so leicht war. Ich fühlte mich nach wenigen Minuten gerade so im Rennen angekommen, da schoss Richard an mir vorbei mit einem Antritt, der, man muss es einfach sagen, weltklasse war. Im Nachhinein erfuhr ich, dass er seinen zweiter Kilometer wohl in 2:45 Minuten absolvierte. Auf einem kurvigen Wiesenparcours erübrigen sich dazu wohl Ausführungen, das ist einfach ziemlich heftig. Kurz versuchte ich nachzusetzen, doch ich hatte in diesem Moment keine Chance dranzubleiben, also konzentrierte ich mich von da an darauf, den zweiten Platz zu sichern.

Da ich mich - auch wenn Richard mindestens zur erweiterten Weltspitze gehört - nicht zu sehr deklassieren lassen wollte, machte ich ab da die Führungsarbeit der Verfolgergruppe, die ich erfolgreich reduzieren konnte bis auf zwei Läufer: Jan Lukas Becker und ich blieben bald nur noch übrig. Ich wusste um die Stärke des Karlsruhers, der einer der schnellsten deutschen Hindernisläufer ist und da ich kaum Spritzigkeit trainiert hatte, suchte ich mein Heil in der Flucht. Es gelang mir aber nicht, ihn entscheidend abzuschütteln und so kam, was kommen musste: Auf der letzten Runde gelang es ihm, mir den zweiten Platz doch noch streitig zu machen und so lief ich ohne großen Endspurt einfach durch und finishte in 27:51 ungefärdet als Dritter. Damit bin ich in Anbetracht der Konkurrenz und meiner Saisonplanung ziemlich zufreden. Positiv empfand ich auch, dass ich ohne eine Beschleunigung auf der letzten Runde sicher noch hätte deutlich länger laufen können. Und genau dieses Roller-Gefühl ist wichtig für die Langstrecken auf der Straße.

Abschliessend will ich auch noch die Organisation der Meisterschaften loben. Der Kurs war ein echter Cross-Kurs und damit eine klasse Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften, die Veranstaltung wurde zügig abgewickelt ohne große Leerphasen und war sehr zuschauerfreundlich. Klasse!

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

P.S.: [ERGEBNISSE]

 

 

17.01.2016

Sieg Nummer zwei bei der Winterlauf-Serie

Das Bild lässt es nur erahnen, wie die Strecke aussah: Der Abschnitt auf der Start-/Zielgeraden war das am besten zu belaufende Teilstück (Bild: Rolf Bayha).

 

Wer in die Ergebnisliste des zweiten Durchgangs der Göppinger Winterlauf-Serie schaut und die fachmännische Brille aufsetzt, wird sich zunächst wundern: Ich gewann in einer Zeit von 34:48 Minuten über die zehn Kilometer mit knapp eineinhalb Minuten Vorspung. Der Drittplatzierte landete bei über 37 Minuten. Zum Vergleich: Mein Streckenrekord liegt bei 30:45 Minuten. Doch das hing damit zusammen, dass der zweite Durchgang dem Namen "Winterlauf-Serie" diesmal alle Ehre machte. Eis, bis zu 20 Zentimeter Schnee, Eiswasser, Matsch... Ja, es waren keine Bedingungen für die Filigrantechniker unter den Läufern (und ich gebe zu, auch nicht unbedingt meine), aber der Wald wurde so in eine riesige Cross-Strecke verwandelt und es ging nicht mehr um Zeiten, sondern um den Kampf Mann gegen Mann - und genau das sind Qualitäten, die der Cross schult und die man dann später auch auf der Bahn oder Straße wieder gebrauchen kann! Selbst in Tübingen lag deutlich weniger Schnee, so dass die Streckenbedingungen doch etwas überraschend stark ausgeprägt winterlich waren - aber mit dem ASICS Hyper-XC Cross-Spike unter den Füßen pflügte ich durch den Wald ohne nennenswerte Probleme.

Nach vorsichtigem Beginn drehte ich dann auch mehr und mehr auf und sicherte den Sieg sowie den Kreismeistertitel ab (der Lauf waren zugleich die Göppinger Waldlauf-Kreismeisterschaften 2016) und weil Hannes und Michi auf den Plätzen zwei und drei landeten, holten wir mit dem Sparda-Team auch gleich noch den Mannschaftssieg nach Rechberghausen. Mission erfüllt.

Euch allen noch einen schönen Sonntag & viele Grüße

Euer Markus

 

 

02.01.2016

Ein toller Jahresabschluss in Bietigheim - und ein gutes Neues!

Kurz vor dem Ziel. Vollgas! (Bild: Michael Hoffmann)

 

Erst einmal hoffe ich, ihr seid alle gut gerutscht und möchte allen Lesern von ganzem Herzen ein schönes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2016 wünschen!

Mein Jahr ist gestern schön gemütlich und erholsam gestartet, denn am Silvestertag stand der erste echte Prüfstein seit meiner Verletzung an - und der war hart! Der erste hochkarätige Wettkampf seit Juni: Der Bietigheimer Silvesterlauf über 11,1 profilierte Kilometer. Ich konnte erst seit Mitte Oktober wieder regelmässig laufen und erst seit November täglich und somit wurden auch aus der ein oder anderen Ecke immer mal wieder Zweifel an mich herangetragen, ob es nicht besser wäre, nicht zu laufen oder etwas Kleineres. Bietigheim ist mittlerweile wirklich ein Konzert der "Großen" und mit einer mässigen Form gibt es nichts zu gewinnen. Durch die Monate der Reha aber hatte ich mir irgendwie folgendes "Wunsch-Szenario" vorgestellt an den Tagen, an denen mir die Motivation schwerfiel: Ein solala Test in Göppingen Mitte Dezember (der tatsächlich sogar erfreulich verlief mit dem Sieg in 31:55 Minuten) und dann in Bietigheim einen rausknallen.

Natürlich war das alles noch im Oktober super unrealistisch, da ich Juli bis Anfang Oktober fast nicht laufen konnte und wohl näher an einer Teilnahme bei den Deutschen Mountainbike- und Bodybuilder-Meisterschaften dran war als im Laufen ;-) Aber die Vorstellung reizte und motivierte mich und auch wenn es vielleicht falsch ist: Die beste Motivationsrede, die mir jemand mit auf den Weg gab, war die, als mir in Sankt Moritz Ende August jemand erzählte, dass ich mit 31 vielleicht akzeptieren muss, dass ich nicht mehr zurückkommen kann. Zu alt. Verschlissen. "Nebenher" noch Rechtsreferendar und am Ende der Doktorarbeit. Nicht ausreichende Regeneration. Blabla. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wenn ihr keinen schmerzfreien Schritt laufen könnt und alle um Euch herum auf die Deutschen Meisterschaften bzw. einen Herbstmarathon trainieren ist das so ziemlich das Letzte, was man hören möchte. Fortan war mir klarer denn je: Nicht. Hängenlassen. Niemand anderem, aber mir selbst wollte ich beweisen, dass ich als besserer Athlet zurückkommen kann und nicht zu alt und körperlich durch fast 20 Jahre Leistungssport "verheizt" bin, sondern meine besten Tage noch vor mir liegen. Im Training lief es 2014 und 2015 teilweise so unfassbar gut, dass ich mir einfach nur gewünscht habe, dass ich das auch mal im Wettkampf zeigen kann und die ein oder andere Bestzeit oder gute Meisterschaft rausspringt als Lohn für die jahrelange harte Arbeit. Nun gut.

Um nicht gleich wieder zu übertreiben, baute ich das erste Mal seit der A-Jugend auch immer mal wieder Ruhetage ein und trainierte im überschaubaren Rahmen weiter alternativ neben der Lauferei und siehe da: Bei den Tempoläufen war ich noch recht vorsichtig, aber wenn ich raus ging zum Dauerlauf... Es lief spätestens ab Dezember erstaunlich gut. Über die Weihnachtsfeiertage war ich zuhause bei meinen Eltern in Bittenfeld und wenn jemand das Waldgebiet "Zuckmantel" kennt... Ich lief dort täglich und es rollte auch in diesem heftigen Gelände (Standard sind dort etwa 200 Höhenmeter pro 10 Km). Müde Beine? Nie. Motivationsprobleme? Auch nicht. Mir war endlich klar, dass es viel schlimmeres gibt, als "laufen zu müssen" - nämlich nicht laufen zu KÖNNEN.

Alles ging dann im Rückblick doch recht schnell... Schwups war der Vorabend da mit der Pressekonferenz im Kleinkunstkeller in Bietigheim, insgeheim träumte ich bei meinem zehnten Start in Folge vom ersten Sieg (ja... mein Optimismus kennt keine Grenzen) und nachdem ich morgens erstmal den Auftakt strich, um auszuschlafen (ich hatte ohnehin kaum an einem Tag zwei Einheiten absolviert im Vorfeld - warum also am Wettkampftag übertreiben ;) ) und mir beim Frühstück noch ein paar (humorvolle!) Sprüche anhören durfte, dass ich das Ding wohl nicht ernst genug nehmen würde, stand ich um 14 Uhr mit mächtig Power in den Beinen an der Startlinie und der kalte Regen hörte ebenfalls pünktlich auf.

Es folgte ein mittelmässig schneller Start und ich... ging vor. Kilometer eins in 3:10 bergauf, Kilometer zwei war dann in 2:58 und... Puh. Dann hing ich nur noch hintendrin in der Spitzengruppe und liess trotz Kilometerzeiten unter 3 Minuten, die ich seit Juni nicht mehr gelaufen bin, bereits am ersten bergabstück etwas ab. Die Spitzengruppe zerfiel bereits hier, das Tempo war höllisch. Nach einem echten Kampfrennen kam ich so letzten Endes als Achter ins Ziel in 34:02 Minuten, was gar nicht weit weg ist von meiner im letzten Jahr auf trockener Straße aufgestellten "Bietigheim-Bestzeit." An und für sich unfassbar für mich. Auch wenn es "nur" Platz acht ist: Ich bin selbst auf meiner eher ungeliebten Unterdistanz wieder auf Tuchfühlung zur deutschen Spitze und habe alles erreicht, was ich im alten Jahr noch wollte: Eine solide Ausgangsbasis dafür, um 2016 im Marathon wieder gut dabei zu sein. So stand ich also schnaufend im Ziel und auch wenn es für den objektiven Beobachter nichts Fantastisches war - als ich mit schweren Beinen zum Auslaufen ging, hatte ich ein Lächeln im Gesicht.

Jetzt erhole ich mich erst einmal... und dann nehme ich die nächste Stufe. Denn wie ich gesehen habe im letzten halben Jahr: Viele leise und kleine Schritte im Training können einen am Ende genauso weit bringen wie wenige große Sprünge. Ich geh dann mal laufen.

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

23.12.2015

Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

Unglaublich, dass es im Dezember auch schon einmal SO ausgesehen hat in Anbetracht der derzeit gefühlten 20 Grad täglich... Aber zum Laufen natürlich perfekt ;)

 

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten und schöne, erholsame und gesunde Feiertage!

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

13.12.2015

Sieg in Göppingen beim ersten Lauf zur Winterlaufserie 2015/2016

Endlich zurück in meinem "Göppinger Wohnzimmer" ;) Bild: Rolf Bayha.

 

Gestern konnte ich den nächsten kleinen Schritt auf meinem Weg zurück gehen. In einer Zeit von 31:55 Minuten mit einem sauberen Negativsplit (16:14 + 15:41 für die 5-Km-Hälften) konnte ich die 10 Kilometer bei der Göppinger Winterlauf-Serie mit 2:46 Minuten Vorsprung für mich entscheiden.

Mir ist klar, dass ich noch viel Arbeit vor mir habe, aber in Anbetracht meines straffen Trainingsplans (Dienstag und Donnerstag waren Fahrtspiele und dazwischen jeweils gute Dauerläufe) bin ich sehr zufrieden. 25 Sekunden schneller als vor vier Wochen in Schwaikheim auf deutlich schwierigerer Strecke bei besserem Gefühl... Ich bin nach 6 Wochen Wintertraining natürlich noch nicht da, wo ich sein will und das ist auch gut so... Aber ich weiß, dass ich mir zeitlich bis zum nächsten Frühjahr keine Sorgen machen muss und das ist schonmal gut. Der "Tag X" wird kommen.

Schön war zudem, dass wir einen Dreifachsieg für unser kleines aber feines Sparda-Team herauslaufen und auch mit der Mannschaft die Plätze eins und zwei belegen konnten. Danach gab es noch das legendäre Weihnachtsessen mitsamt Schrottwichteln und naja... Was soll ich sagen... Ich bin jetzt stolzer Eigentümer eine Wachs- und Poliermaschine ;)

Auch habe ich mich entschieden, wieder beim Bietigheimer Silvesterlauf an den Start zu gehen. Das ist dieses Jahr an und für sich ein Kampf gegen Windmühlen, denn die Konkurrenz schläft nicht und 11,1 Kilometer sind auch alles andere nur nicht meine Paradestrecke. Gerade die schwierige Ausgangslage nach der Verletzung jedoch macht es für mich besonders reizvoll, doch dem ein oder anderen Spezialisten das Leben schwer zu machen, zumal der Wettkampf durch das sehr starke Feld mehr oder weniger wie eine deutsche Meisterschaft besetzt ist. Und genau das brauche ich derzeit: Motivierende Ziele und endlich wieder den ersten echten Härtetest. In diesem Sinne schonmal: Die Schonzeit ist vorbei.

Ein etwas ausführlicherer Bericht und ein paar Bilder folgen...

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

22.11.2015

...es ist nur der Anfang...

Bis zum ersten Siegerinterview seit Mai war es ein streckenweise hartes Stück Arbeit. Man beachte das Schild im Hintergrund ;) (Copyright: Jochen Höschele/Laufticker.de)

 

Als ich am 14.11. nach Hause fuhr - eigentlich, um den Geburtstag meines Vaters mitzufeiern - dachte ich, dass ich zwischen Mittag- und Abendessen schnell noch einen 10 Kilometer-Tempodauerlauf reindrücke im Nachbarort von Bittenfeld... Schwaikheim. Die Vorgabe waren 35 - 36 Minuten und schmerzfrei rollen. Ich wollte es nicht übertreiben, scherzte noch etwas beim Einlaufen und auch am Tag vorher gab es noch schöne 20 Kilometer in 1:18 Stunden und eine Krafteinheit.

Kurzum: Alles war angerichtet für müde Beine und einen langen und langsamen Tag. Doch es kam unerwartet anders. Nach der ersten Runde mit exakt fünf Kilometern fand ich mich in der Spitzengruppe wieder und trotz der insgesamt 50 Höhenmeter rollte es von Meter zu Meter besser. Am wohl giftigsten Anstieg zwischen Kilometer null und eins bemerkte ich in Runde zwei, dass meine Begleiter etwas schwerer zu arbeiten schienen als ich. Somit beteiligte ich mich ab sofort auch etwas aggressiver an der Tempoarbeit und meine Wettkämpfer-"Instinkte" übernahmen das Zepter des Handelns. Bald waren wir noch zu zweit und ich nahm mir vor, ab Kilometer sieben eine Attacke zu fahren, die das Ziel eines Tempodauerlaufs (rollen und nicht zu sehr knautschen) nicht gefährden würde, aber dennoch Druck auf meinen Begleiter ausüben würde. Mit drei Kilometern in 3:05, 3:01 und 3:00 konnte ich mich so letzten Endes doch noch deutlich lösen und mit 50 Sekunden Vorsprung gewinnen in der Zeit von 32:20 Minuten. Was für ein toller und unerwarteter Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen nach den monatelangen Problemen, zumal ich gestehen muss, dass mein schnellster Kilometer seit Juni bis dahin gerade einmal 3:11 Minuten war. Dass ich dann 9:08 auf den letzten drei Kilometern renne... habe ich wirklich nicht vorhersehen können.

Am Tag darauf lief ich dann noch 23 Kilometer in knapp über 90 Minuten beim Nikolauslaufprobelauf in Tübingen und konnte damit einen guten Zwei-Wochen-Block beschliessen. Diese Woche war etwas ruhiger, was aber gut passte, da ich zum Einen noch eine Impfung nachholen musste und zum Anderen auch sonst genug zu tun hatte. Alles in allem klappten die letzten Wochen also toll und mit Umfängen im Bereich von 140 Kilometern fühle ich mich auch bereits wieder einigermaßen fit, auch wenn ich außerhalb von Schwaikheim außer Steigerungen noch nichts schnelles gemacht habe... Aber es ist ja noch viel Zeit bis es wirklich zählt. Einfach sachlich weiterarbeiten.

Ich hoffe, auch Ihr hattet eine gute Woche!

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

Nach 4,5 Kilometern... (Copyright: Jochen Höschele/Laufticker.de)
Bei Kilometer 9,5 (Copyright: Jochen Höschele/Laufticker.de)

31.10.2015

Rückblick auf den Frankfurt-Marathon - und der Übergang vom Reha- ins Wintertraining

Gut Lachen nach dem ersten kleinen Belastungsblock und einer Fun-Staffel beim Abendessen in Frankfurt. (Bild: Inger Diederich)

 

Aufgrund Zeitmangels auch noch mein Rückblick auf den Frankfurt Marathon. Besser spät als nie. Es war der Hammer! Dass Arne sich den Deutschen Rekord holt, habe ich mir gedacht. Wer sich mal die Mühe gemacht hat, sein Training anzuschauen (was erstaunlicherweise nur die Wenigsten getan haben), der wusste, dass jemand wie er, der sich gut einschätzen kann und nicht verheizt, sub 2:09 und evtl. sogar sub 2:07 laufen kann. Auf diesem Wege nochmal herzlichen Glückwunsch - nie hätte ich gedacht, dass einige Jahre später unsere kleine Trainingsgruppe bei Dieter damals so erfolgreich im Marathon enden würde. Und schon dreimal nicht, dass Arne sich den Deutschen Rekord schnappt.

Bei allem Frust, den ich zunächst am Sonntagmorgen geschoben habe, dass ich selbst zum Zuschauen verdammt war... Und die Bedingungen in Frankfurt waren einfach ideal zum Laufen. Manchmal war ich versucht, mir zu wünschen, dass es 40 Grad im Schatten haben würde und 100 Km/h Gegenwind auf der Mainzer Landstraße. Aber nicht, weil ich niemand etwas gönne, sondern weil es wirklich schmerzhaft war, gut trainiert zu haben und dann schachmatt gesetzt zu sein nach all der harten Arbeit, nach all den Dauerläufen frühs um 6 oder teilweise auch spät abends. Bei Wind, Schnee, Regen oder auch 35+ Grad im Schatten. Doch es war recht schnell wieder vergessen, denn ich weiß, jeder Schritt wird mir helfen, wenn ich selbst wieder ins Wettkampfgeschehen eingreife.

So war der kurze Hänger auch gleich überwunden, der Startschuss fiel und ich freute mich sehr darüber, kurzfristig für die ASICS Frontrunner Staffel einspringen zu können, um auch selbst Stimmung auf der Strecke aufzusaugen. Ich endete mit einem hohen GA1-Lauf (für die Zahlenjunkies: knapp unter 80 % max HF und 3:35'/Km auf 13,25 K) und hatte definitiv Spaß. Zudem war insbesondere der Samstagabend noch recht spaßig und ich werde die Eliteläufer nicht nennen, die NICHT um 22 Uhr im Bett waren, aber am nächsten Tag einen überragenden Job gemacht haben ;) Auf diesem Wege auch noch einmal herzlichen Dank an Carsten Eich und Jan Erik Kruse stellvertretend für die ganze ASICS Crew, die wieder einmal ein wahnsinniges Wochenende organisiert haben, was wie am Schnürchen geklappt hat.

In der Festhalle hatte ich dann fast was im Auge - Arne's Zieleinlauf war Irrsinn. Gerade auch mit den Problemen, die er hatte ab Kilometer 30, musste ich unweigerlich an 2013 zurückdenken, als der Herbststurm zwar alle Ambitionen auf die EM-Norm zerstörte, aber alleine diese etwa 100 Meter in der Festhalle für alles entschädigt haben. Zudem ein sporthistorischer Moment - und ein Hexenkessel, wie man ihn sich nur schwer vorstellen kann. Das Video vom Zieleinlauf (danke Stephan Radeck - und ja, ich brauche endlich ein Smartphone) kommt in den Erinnerungs- und Motivationsordner. Frankfurt: Ich komme wieder zurück!

Nach dem Lauf stattete ich meinem Laufkumpan Filmon Ghirmai sowie Bostjan Buc, der früher ebenfalls in unserer Trainingsgruppe war, noch einen Besuch ab auf der Messe und wollte mir ein eigenes Bild machen von der Relaxroll sowie der kleineren Achillessehnenrolle AchillX. Ich will hier keine Schleichwerbung machen und ich bekomme dafür auch kein Geld - aber ich finde die geschwungene Form definitiv besser für den Rücken und die kleine Rolle gut, wenn man Verspannungen am Waden-/Achillessehnenübergang hat. Also schaut Euch das Teil bei Gelegenheit mal an und bildet Ech Eure eigene Meinung. Ich kann ja viel erzählen hier...

 

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Nebenbei markierte der Sonntag auch das Ende eines zweiwöchigen Trainingsblocks, der zwar noch recht moderat - aber auch schmerzfrei war. Das Volumen war schon im Bereich 120 Kilometer. Viele kleine Schritte führen auch zum Ziel.

Ich wünsche Euch allen in diesem Sinne ein schönes Wochenende! Ich kann auch etwas entspannen, da diese Woche ruhiger ist. Und ab Montag steige ich dann endlich ein ins "richtige" Wintertraining. Nach 4 Monaten Verletzungsmisere wird es auch Zeit. Während ich diese Zeilen schreibe, muss ich etwas Lächeln. Wind? Regen, Schnee? Dunkelheit? Feste Oberschenkel? Alles besser als stundenlang auf dem Ergometer zu sitzen und jeden Tag mit Schmerzen aufzustehen! Ich hab wieder richtig Lust.

Viele Grüße & bis bald

Euer Markus

 

 

 

Wenn Ihr diesen Stand seht: Schaut mal vorbei! #Relaxroll #AchillX

18.10.2015

Ein Schritt vor...

Beim Nikolauslauf-Vorbereitungslauftreff. Foto: Knisel.

 

Eine gute Woche geht zu Ende. Das erste Mal seit Juni konnte ich die 100-Kilometer-Marke knacken. Natürlich alles noch ziemlich ruhig. Aber im Großen und Ganzen bin ich happy. Jeder Schritt bringt mich näher an mein Ziel.

Highlight der Woche: Mein erster intensiverer Dauerlauf seit Juni.

Lowlight der Woche: Gab es nicht. Highlight 2: Zum Tübinger Nikolauslauf-Vorbereitungs-Lauftreff eingeladen zu werden und einen wunderschönen, gemütlichen Dauerlauf mit netten Leuten zu absolvieren und sich etwas auszutauschen.

Viele Grüße & bis bald - und geniesst das Herbstwetter!

Euer Markus

 

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